Ausschlussdiät

Der Hund kratzt sich, hat Bauchschmerzen oder Verdauungsprobleme, so kann dies ein Anzeichen für eine Futtermittelunverträglichkeit oder eine Allergie sein. In beiden Fällen empfiehlt der Tierarzt eine Ausschlussdiät, um festzustellen, welches Lebensmittel dein Hund nicht verträgt. Eine Ausschlussdiät ist kein einfaches Vorhaben und erfordert Ausdauer und Disziplin. Denn um Erfolge zu sehen, muss man die Ausschlussdiät etwa acht bis zwölf Wochen durchziehen. In dieser Zeit bekommt der Hund ausschließlich hypoallergenes Hundefutter, also auch keine Leckerlis oder Knochen wie gewohnt. Ebenfalls muss sichergestellt werden, dass der Hund beim Gassigehen nichts von der Straße aufnimmt. Nur dann kann der Grund der Allergie bzw. Futtermittelunverträglichkeit festgestellt werden. Sind die Symptome nach der Frist von acht bis zwölf Wochen verschwunden, kommt der spannende Teil der Ausschlussdiät. Man beginnt wieder gewohnte Proteinquellen zu füttern, wie beispielsweise Rind und beobachtet dann, ob die Symptome zurückkehren. So kann man Schritt für Schritt nachvollziehen, welches Futtermittel die Allergie ausgelöst hat. Viele Hundehalter beschließen allerdings, beim hypoallergenen Hundefutter zu bleiben, wenn der Hund dies gerne frisst und gut verträgt.

 

Fragen & Antworten rund um die Ausschlussdiät beim Hund

  • Es empfiehlt sich, exotische Proteinquellen zu füttern, wie zum Beispiel Pferdefleisch oder Insekten. Ebenfalls ist es ratsam, auf Getreide zu verzichten, denn das Gluten im Getreide ist ebenfalls Auslöser von Allergien. Als Alternative können Kartoffeln, Reis oder auch Quinoa gefüttert werden.
  • Eine Futtermittelallergie beim Hund kann sich durch Juckreiz, Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall äußern. In manchen Fällen lassen sich auch Hautirritationen feststellen. Äußert dein Hund eins dieser Symptome über eine längere Zeit, so solltest du dringend einen Tierarzt aufsuchen.
  • Obwohl Futtermittelunverträglichkeit und Allergie die selben Symptome hervorrufen, haben sie nicht die selbe Ursache. Bei der Futtermittelunverträglichkeit fehlt dem Hund ein Enzym, um bestimmte Eiweiße zu spalten. Bei der Allergie produziert das Immunsystem fälschlicherweise Antikörper gegen ungefährliche Inhaltsstoffe (=Allergene).
  • Eine mögliche Methode zum Testen einer Allergie beim Hund ist ein sogenannter Intrakutantest, bei dem bestimmte Antigene unter die Haut gespritzt und die Reaktion beobachtet wird. Dabei wird ein Stück des Fells weggeschoren, um die Reaktion auf der Haut zu sehen. Auch ein serologischer Allergietest ist möglich. Hier wird das Blut auf bestimmte Antikörper untersucht. Diese Allergietests richten sich primär für Pollenallergien oder Allergien, die durch Parasiten oder deren Ausscheidungen hervorgerufen werden. Für eine Futtermittelallergie eignen sich solche Tests leider weniger, so dass in der Regel eine Ausschlussdiät durchgeführt wird. Hintergrund ist, dass hier oftmals falsche Positivergebnisse festgestellt werden.

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